Volkswagen Type 15 Cabriolet by Karmann

Automobilhersteller : 

Volkswagen

Modell:

Type 15 Cabriolet by Karmann

Jahr:

1948-1980

Art:

Cabriolet



Im Jahr 1948 kaufte Wilhelm Karmann erstmals eine VW-Käfer-Limousine und baute sie zu einem viersitzigen Cabriolet um. Nach der erfolgreichen Präsentation bei VW in Wolfsburg begann 1949 die Produktion des Käfer-Cabriolets bei Karmann in Osnabrück.
Das Cabrio war mehr als ein Käfer mit Faltverdeck. Um den Festigkeitsverlust durch das Entfernen des Daches auszugleichen, wurden die Schweller mit geschweißten U-Profilschienen verstärkt, ein Querträger wurde unterhalb der Vorderkante des Rücksitzpolsters angebracht und die Seitenverkleidungen unterhalb der Instrumententafel wurden doppelt ausgeführt. Wand. Darüber hinaus verfügten die unteren Ecken der Türöffnungen über eingeschweißte Rundbleche und die Türen über sekundäre Ausrichtkeile an der B-Säule.
Das Verdeck war im Cabriolet-Stil gehalten und hatte einen kompletten Innenhimmel, der den Klappmechanismus und die Querstreben verbarg. Zwischen den beiden oberen Schichten befand sich eine 25 mm dicke Isolierung. Die Heckscheibe bestand aus gehärtetem Sicherheitsglas und war ab 1968 beheizbar. Aufgrund der Dicke der Oberseite blieb es im zusammengeklappten Zustand recht hoch. Um dem Fahrer die Sicht über das abgesenkte Verdeck zu ermöglichen, wurde die Innenrücksicht auf einem versetzten Drehpunkt montiert. Durch Drehen des Spiegels um 180 Grad um eine Längsachse würde sich das Spiegelglas um etwa 2 Zoll (5,1 cm) anheben.
Nachdem eine Vorserie von 25 Fahrzeugen die harten VW-Tests mit Bravour bestanden hatte, bestellte Wolfsburg eine erste Serie von 1.000 Stück. Drei Jahre später kam das zehntausendste Cabriolet vom Band und 1980 endete die Produktion. Als Brezelcabrios werden die bis 1952 gebauten Cabriolets bezeichnet, eben weil die Limousinen dieser Epoche die markante Heckscheibe hatten. Ab 1951 gab es ein Jahr lang eine Besonderheit: Die Seitenteile vorn bekamen zur Belüftung des Fußraums Ausstellklappen, bald auch „Rheumaklappen“ genannt. Mit 6950 DM war das Cabrio halb so teuer wie die Standardlimousine.
Das Cabriolet war im Allgemeinen großzügiger ausgestattet als die Limousine mit zwei Aschenbechern hinten, zwei Kartentaschen, einem Kosmetikspiegel auf der Beifahrerseite, Steinschildern hinten und bis 1969 Radzierringen. Viele dieser Artikel waren für andere Käfer erst mit der Einführung des optionalen „L“-Pakets (Luxus) im Jahr 1970 verfügbar.
Nach einer Reihe stilistischer und technischer Änderungen am Karmann-Cabriolet (entsprechend den vielen Änderungen, die VW im Laufe seiner Geschichte am Käfer vorgenommen hat) lief am 10. Januar 1980 das letzte von 331.847 Cabriolets vom Band.

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